Aktuelle Tendenzen der Rohölpreise
Seit vor einigen Monaten die Welt aufschreckte durch die Finanzkrise, werden um so mehr alle Trading-Tendenzen, egal ob Devisen, Aktien, Rohstoffe, US-Dollar-Kurs, Euro-Kurs usw. beobachtet auf dem Weltmarkt. Schmerzhaft wurde jedem bewusst, wie eng verzahnt alle Prozesse auf der Welt miteinander sind. Die Krise einer Firma oder Bank auf welchen Erdteil auch immer betrifft gleichermaßen alle Industriestaaten und Regionen der Welt. Ein wichtiger Sektor ist der Rohölmarkt. Auf der Website von TECSON, die die Rohölpreise permanent aktualisiert und auch auf zukünftige Trends im Verhältnis zu früheren Entwicklungen verweist, kann man auf gut nachvollziehbare Weise sich darüber informieren. Das Preisniveau, das der Markt im niederländischen Rotterdam wiedergibt, prägt wesentlich unsere Mineralölpreise in Mitteleuropa, als auch direkt in Deutschland. In engem Zusammenhang dabei stehen sie zum einen mit den Oil Future- Notierungen an den Börsen von New York und London, zum anderen reagieren sie höchst sensibel auf alle globalen ökonomischen Meldungen, ganz besonders aus den OPEC-Ländern wie auch den USA und China betreffen. Für dieses Jahr sind die Aussichten unter den gegenwärtigen Umständen für die Weltkonjunktur nicht gut - das heißt konkret eine geringe Ölnachfrage sowie relativ niedrige Ölpreise innerhalb einer Preisspanne von 40 bis 55 Dollar pro Barrel. Derzeit gilt bezüglich des US-Dollar u. OPEC-Basketpreis, dass 1 Euro 1,32 US Dollar kostet bzw. 1 US-$ kostet 0,76 Euro.
In den letzten Tagen blieben beunruhigende Meldungen aus, denn die Rohölpreise schlossen hoch, der US-Dollar notiert wieder fester. Das Ziel der US-Zentralbank ist es, um jeden Preise in der kommenden Zeit den Finanzsektor zu stabilisieren. Unbedingt befördernd und beruhigend wirkt sich die aktuelle Politik von Barack Obama aus. Dank seiner außenpolitischen Signale erscheinen Krisenherde derzeit relativ entspannt.
Deutsche Verbraucher sind natürlich immer an sachkundigen Prognosen interessiert, auch wenn Fachleute betonen, dass diese nicht mit absoluter Sicherheit gegeben werden können. In einem Interview mit Karoline Nieradzik, Branchenanalystin der IKB Deutschen Industriebank, wurde sie befragt über Faktoren, von denen die Preisentwicklung des Rohöls sowie der Derivate abhängen. Frau Nieradzik meinte dazu: “Vor dem Hintergrund der sehr unbeständigen weltweiten Wirtschaftsentwicklung ist eine Prognose für das Jahr 2009 nur mit Vorsicht zu genießen. Aber wir erwarten, dass sich der Rohölpreis mittelfristig stabilisieren und in Richtung des von der OPEC gewünschten Bandes zwischen 80 und 100 US-Dollar pro Barrel Brent bewegen wird.” Ein Wunder erwartet im Moment wohl ohnedies niemand, aber keine negativen Signale erscheinen derzeit schon als einigermaßen beruhigend.
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