Wechselkurs

Der Wechselkurs drückt den Wert oder zur Zeit gehandelten Preis einer Währung in einer anderen Währung aus. Dadurch entstehen sogenannte Währungspaare wie EUR-USD(Euro und US-Dollar).
Die sich ständig ändernden Kurse werden am Devisenmarkt(oder in der Fachsprache auch Forex genannt) gebildet und gehandelt. Man unterscheidet dabei zwischen dem nominalen Wechselkurs, der das Wechselverhältnis einer Währung zur anderen angibt und üblicherweise als Mengennotierung(Wert der inländischen Währung in ausländischer Währung ausgedrückt)oder indirect quotation angegeben wird, und dem realen Wechselkurs, der die Entwicklung von Preisen zweier Volkswirtschaften miteinander vergleicht.

Die wichtigsten Währungen werden von der Zentralbank festgelegt und EWK 23-Gruppe(europäische Wechselkursgruppe) genannt und zeigen den Außenwert des Euro gegenüber diesen Währungen, von denen die wichtigsten der US-Dollar, Yen oder das britische Pfund sind. Eher unwichtige Währungen werden als EWK-42 Gruppe bezeichnet.

Die Änderungen des Wechselkurses sind unter anderem Folge von Angebot und Nachfrage durch zum Beispiel Zentralbanken, Großbanken und Unternehmen, aber auch Kleinanlegern. Sie geben eine ungefähre Einschätzung der Entwicklung einer Marktwirtschaft wieder.

Auslöser von Wechselkursänderungen können beispielsweise Anleger sein, die eine Währung aufkaufen, da sie erwarten, dass diese aufgewertet wird, oder wenn eine Zentralbank den Leitzins erhöht und eine erhöhte Nachfrage nach Staatsanleihen besteht, was wiederum eine erhöhte Nachfrage nach der Währung bedeutet. Außerdem wird ein Investitionsinteresse von ausländischen Unternehmen positiv für den Wechselkurs angesehen.

Die Auswirkungen einer Änderung sind unterschiedlich, während Importe bei einer Aufwertung der Währung billiger werden und den Konsumenten freuen, hat das für die inländische Wirtschaft negative Konsequenzen, da Exporte teurer werden und zurück gehen, verlieren sie ihre Wettbewerbsfähigkeit. Verliert eine Währung dagegen an Wert, hat das zwar eine (je nachdem mehr oder weniger starke)Inflation zur Folge, aber die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft steigt wieder durch Exporte und Handel mit Ländern, in denen die Währung stärker ist als die eigene.

Auch als Laie kann man das gut beobachten und verstehen, wenn man sich mit dem Wechselkurs des Euro und des US-Dollars beschäftigt und die Wirtschaftsnachrichten verfolgt. Fällt der US-Dollar, werden Produkte aus den USA billiger, aber die inländische Wirtschaft schwächelt, da Exporte in die USA teurer werden und dadurch zurück gehen. Steigt er dagegen(und der Euro fällt), setzen die inländischen Unternehmen wieder mehr ab und machen Gewinne.

Für die Schwankungen am Devisenmarkt sind Finanz- und Wirtschaftskrisen verantwortlich, was dann wieder zur Folge hat, dass die in-oder ausländische Wirtschaft je nach Wert der Währung stärker wird oder schwächelt, demzufolge ein geschlossener Kreis ist.

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